ALOUETTE VERLAG ONLINE



>> Der Verlag  | News  |   Programm  |   Bestellen  |   Leseproben  |   Presse  |   Links  |   Bilderrätsel
LESEPROBEN

Unsere Welt in Gefahr Klimawandel und Zivilisation
Injury
Geheimnisvolles Tuwa
Im Bannkreis des Nordens
Kanadas vergessene Küste
Die Nationalparks der Rocky Mountains
Im Land des Adlers
Kanada Nördlich des 60. Breitengrades
Abenteuer Kanada
- Die Nationalparks Banff und Jasper
Hawaii Aloha
Der Mississippi
Einsichten


BEI UNS KÖNNEN SIE GEWINNEN!

Machen Sie mit bei unserem Preisrätsel >>


Kanada Nördlich des 60. Breitengrades

Leseprobe:

Wenn Besucher von überall her nach Norden kommen, teilen wir unsere Welt mit ihnen. Ihr Besuch ist uns willkommen. Aber ich muss daran erinnern, dass unser Leben in der jetzigen Zeit sehr zerbrechlich ist. Wir sind anfällig wie die Natur auf den Bildern dieses Buches. Wir sind Teil der Natur. Wir mögen in unseren modernen Kleidern westlich aussehen, aber im Inneren sind wir Inuit, die die alten Werte unserer Vorfahren praktizieren. (Ann Meekitjuk Hanson)

Das Land ist von Dunkelheit verhüllt und erscheint bar jeden Lebens, die Temperatur schwankt um minus 40°C, das einzige Geräusch ist der Wind. Aber plötzlich ist dort Bewegung. Schatten nur - dunkle prähistorische Formen, die aus der Düsternis heraus Gestalt annehmen. Eine Herde von Moschusochsen grast an einem Abhang auf der gegenüberliegenden Talseite.

Die zottigen Wildtiere bewegen sich nur langsam und scharren mit den Vorderhufen im vom Wind verhärteten Schnee, um an die Weiden und Seggen heran zu kommen.
(Jonquil Graves + Anne Gunn)

War nicht dies der Tag, von dem ich geträumt hatte? War nicht mein Umzug in die Arktis ein lange schon verfolgtes Ziel? War dies nicht das Land meiner Jugendträume? Vom Mad Trapper am Rat River? Von White Fang? Von Sam McGee? Nein, dies war ein ganz anderes Land. Seine karge Unwirtlichkeit verletzte meine südkanadische Mentalität. Es strahlte eine unbesiegte Wildheit aus, lockte ungeniert gleich einem derben Herausforderer: "Komm nur, versuch es!" Ein Gefühl von Angst beschlich den Stadtjungen in mir - die Furcht vor dem Unbekannten. Nun hiess es: kämpfen oder fliehen.
(Renee Wissink)

Das auffallendste geographische Merkmal ist die Baumgrenze. Je weiter der Reisende nach Norden kommt, desto spärlicher und vom Wetter gezeichneter sind die Weiss- und Schwarzfichten, Birken, Erlen, Lärchen und Pappeln.

Auf dem Kanadischen Schild überleben die Bäume in kleinen Erdmulden zwischen den Felsen, werden aber weiter noch nach Norden hin von Strauchkiefern und Weidenbüschen und schliesslich von Moosen, Flechten und kleinen arktischen Pflanzen verdrängt. Jedes Jahr während der kurzen Sommerzeit breitet die Tundra hier einen Teppich aus, wie er farbenprächtiger nicht sein kann.
(Brian Lewis)

Da die Dene jahrtausendelang eng mit dem Land verbunden waren, existiert noch heute eine Übereinstimmung mit der Natur, die die grosse Mehrheit der Menschen verloren hat.

Es gibt kein dem Leben in der Wildnis vergleichbares Gefühl für einen Dene oder Métis. Alles in der Umwelt ist mit Leben erfüllt, auch die Luft, die sie atmen, und das Wasser, das sie trinken. Das Land, das Wasser, die Luft, die Tiere und die Menschen sind in der Welt der Dene eine organische Einheit. Das Land wird als Geschenk des Schöpfers betrachtet, ein Gut, das niemals missbraucht werden darf. Wenn ein Teil dieser Einheit verletzt wird, beginnt das ganze System zu wanken.
(Ethel Blondin)

Der Snake River hat seinen Ursprung im Yukon, hoch im Westen der Mackenzie Mountains. Wir liessen unsere drei Kanus dort zu Wasser, wo der Strom noch jung und kaum tief genug war, um ein beladenes Boot zu tragen, und folgten den Kanus zu Fuss noch ungefähr eine Meile flussabwärts.

Der Fluss ist auf den ersten 100 Meilen eine einzige, grossartige Stromschnelle. Die Berge hier sind atemberaubend und die Landschaft ein Naturparadies mit einer überwältigenden Vielfalt an grossem und kleinem Wild, das den Menschen kaum je Beachtung schenkt.
(John U. Bayly)

Carmack ging mit seinen Freunden denselben Weg durch Sumpf, Moos und Gestrüpp zurück, um hier am Rabbit Creek weiterzusuchen. Während sie dies taten, entdeckte Skookum Jim Goldnuggets in fast unmessbarer Menge.

Sofort erkannten die drei Männer, dass sie hier auf eine Bonanza gestossen waren. Die grosse Entdeckung wurde am 17. August 1896 gemacht. Am 17. November waren bereits 500 Claims abgesteckt, einer davon erbrachte fast 125.000 Unzen Gold, ein Wert zu heutigen Preisen von ungefähr 50 Millionen Dollar.
(Dick North)

Mike und ich kämpfen zwei Stunden, um die Perception über die 400 Meter Eis zu ziehen. Es ist eine alptraumhafte Anhäufung von Eisbrocken jeder Grösse, Form und Alters, einige ragen drei Meter hoch aus dem Wasser, alles bewegt sich,

knarrt und knirscht in der Strömung, droht unsere Beine zu durchbohren, falls wir einen falschen Schritt tun. Zeitweise sind die vorderen Rumpfspitzen des Bootes über unseren Köpfen, wenn wir es an seinen Kufen vorwärtszerren und hoffen, dass es dem Druck der Eismassen standhält.
(Jeff MacInnis)

Details zu diesem Titel bestellen download (word dokument)



© Copyright Alouette Verlag 1999 - 2015
Design by Mocobo Digital Solution • www.mocobo.de
>
Petroglyphen am Ufer des Douglas Channel sind Zeugen einer Zeit, als dieses gebiet nur den Ureinwohnern gehörte.

Entnommen aus dem Buch "Kanadas vergessene Küste".

Leseprobe >>



Neu erschienen: Unsere Welt in Gefahr Klimawandel und Zivilisation

von Stephen Henighan, Kanada, mit einem Vorwort von Mojib Latif, Kiel

mehr zu diesem Titel >>