ALOUETTE VERLAG ONLINE



>> Der Verlag  | News  |   Programm  |   Bestellen  |   Leseproben  |   Presse  |   Links  |   Bilderrätsel
PRESSE

Aktuelle Pressemitteilungen
Kontakt

DOWNLOADS

Verlagsporträt
Archiv Pressemitteilungen & Pressespiegel
Buchcover (300 dpi)


BEI UNS KÖNNEN SIE GEWINNEN!

Machen Sie mit bei unserem Preisrätsel >>


AKTUELLE PRESSEMITTEILUNGEN


Aktuelle Pressemitteilung: "Unsere Welt in Gefahr" (18.11.2014)
In einem literarischen Feuerwerk beleuchtet der renommierte kanadische Wissenschaftler Stephen Henighan die gefährliche Problematik der Erderwärmung. 18.11.2014, 09:13 Unser Autor Stephen Henighan, ein in Hamburg geborener, weitgereister und renommierter kanadischer Literaturwissenschaftler, der an der University of Guelph, Ontario, seit 1999 kanadische und lateinamerikanische Literatur lehrt, wirft in diesem kleinen aber immens wichtigen Buch einen philosophisch-orientierten, soziokulturellen und literarisch anspruchsvollen Blick auf das immer brennender werdende Problem der globalen Erwärmung.

Dr. Henighan weiß, dass es in den Naturwissenschaften kaum mehr Zweifel am anthropogenen, also dem durch die Menschheit verursachten Klimawandel gibt. Und trotzdem zeigen nur die wenigsten Menschen Betroffenheit, geschweige denn Zorn, und unsere Politiker handeln entweder gar nicht oder viel zu langsam. Die jährlichen UN-Weltklimakonferenzen enden mit großer Regelmäßigkeit ohne Ergebnis. Die 19. fand im November 2013 in Warschau statt, und ein Durchbruch in der Sache konnte wieder nicht erreicht werden - es hat sogar Rückschritte gegeben, denn Kanada und Japan sind aus dem Kyoto-Protokoll ausgetreten. Von der diesjährigen UN-Konferenz in Lima werden kaum Fortschritte erwartet.

In Anbetracht immer häufiger wiederkehrender Wetterextreme und steigender Meeresspiegel macht der Autor deutlich, dass nicht weniger als das Wohl der Menschheit, wenn nicht gar das menschliche Überleben auf dem Spiel steht, wenn wir einen fast unbegrenzten Klimawandel zulassen. Und er stellt Fragen, unbequeme Fragen: Warum sind Politiker nicht imstande, sich den kurzfristigen Interessen der Industrie entgegenzustellen? Warum lassen sie die Plünderung unseres Planeten einfach geschehen? Sind sie nicht gewählt worden, um das Gegenteil zu befördern? Und warum flüchten wir Menschen uns immer mehr in Scheinwerte, anstatt die Menschlichkeit als unser wertvollstes Gut anzusehen?

Stephen Henighan spricht von einem Sitzkrieg: Einfach tatenlos zusehen und sich in Illusionen flüchten - wir werden es schon irgendwie hinbekommen! Er ist jedoch davon überzeugt, dass das nicht der Fall sein wird.

Der Autor sagt: "Das stärkste Gefühl des Menschen ist die Liebe." Ich interpretiere ihn so: Nur wenn wir uns wieder auf das Menschsein besinnen, werden wir die vor uns liegenden gewaltigen Herausforderungen bewältigen können. Und unseren Kindern und Enkeln und deren Nachkommen eine lebenswerte Welt hinterlassen.

(Aus dem Vorwort von Prof. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher am GEOMAR-Helmholtz-Zentrum in Kiel.)

'Unsere Welt in Gefahr - Klimawandel und Zivilisation'
Hardcover, 80 S., ISBN 978-3-924324-17-9 - € 12,95


Das Buch wird am 18.11. veröffentlicht.


Ältere Pressemitteilungen
Zur Pressemitteilung "Tuwa" (01.02.'12)
Download: Pressemitteilung "Tuwa"


Zur Pressemitteilung vom 23.07.2009


Zur Pressemitteilung vom 11.06.2009


Zur Pressemitteilung "Arktischer Hilferuf" (7.04.'08)


Zur Pressemitteilung "Skythenausstellung" (11.02.'08)
c

Zur Pressemitteilung "Klimawandel und die Arktis" (6.12.'07)
Download: Pressemitteilung "Klimawandel und die Arktis"


Zur Pressemitteilung "Skythen-Ausstellung in Berlin" (15.6.'07)
Download: Pressemitteilung "Skythen-Ausstellung in Berlin"


Zur Pressemitteilung "4. Int. Polarjahr 2007-08 " (28.02.'07)
Download: Pressemitteilung "4. Int. Polarjahr 2007-08"


Zur Pressemitteilung "Endlich taucht Tuwa auch bei Günther Jauch auf" (4.01.'07)
Download: Pressemitteilung "Endlich taucht Tuwa auch bei Günther Jauch auf"


Zur Pressemitteilung "Schlechte Nachrichten aus Kanadas Wäldern" (15.12.'06)
Download: Pressemitteilung "Schlechte Nachrichten aus Kanadas Wäldern"


Pressemitteilung vom 01.02.2012

Die Autonome Republik Tuwa, an der Nordgrenze der Mongolei gelegen und unendlich reich an Natur- und Kulturschätzen, präsentiert sich auf der ITB in Berlin vom 7. - 11. März 2012

Tuwa ist weltberühmt geworden durch den einzigartigen Kehlkopfgesang Khoomej, den hauptsächlich männliche Sänger ausüben und an die nachfolgenden Generationen weitergeben. Aber seit den 1980er Jahren haben auch Frauen diese bemerkenswerte Gesangstechnik erlernt, wie das schöne Beispiel von Sainkho Namtchylak zeigt. Sie ist seit etwa 10 Jahren im Rahmen der Weltmusik-Konzerte auch in Europa und Nordamerika bekannt geworden.

Tuwa ist etwa so groß wie die ehemalige DDR, und doch leben hier nur etwa 300.000 Einwohner, die weitaus meisten davon in der Hauptstadt Kysyl. Somit ist der Rest dieses Landes nur sehr dünn besiedelt. Die tuwinische Gesellschaft ist schamanistisch-buddhistisch geprägt.

Nach Norden hin wird Tuwa vom lang gestreckten Sajan-Gebirge und im Westen von den bis zu 4.000 m hohen Bergen des Altai eingerahmt, wo weitgestreut auch heute noch die äußert selten gewordenen und sehr scheuen Schneeleoparden leben, die nur dank eines vom WWF organisierten Schutzprogramms überlebt haben. Tuwas grandiose Landschaft reicht von der Gebirgstundra über die weitgefächerte Taiga bis zu den Ausläufern der Gobi-Wüste im Süden und beheimatet gesunde Populationen von Bären, Wölfen, Yaks, Bergschafen, Rotwild und Kamelen. Früher lebten hier auch Mammuts, wie unzählige aus dem schmelzenden Eis herausragende Kadaver immer wieder belegen.

Tuwa ist auch Heimat einer der letzten asiatischen Nomaden-Kulturen mit deren Großfamilien, die mit ihren halbwilden Rentierherden von der im Sommer üppig blühenden Tundra im Herbst und Winter in die tiefer gelegenen bewaldeten Taiga-Regionen ziehen. Hier werden die Herden oft auch von den Überhand nehmenden Wolfsrudeln bedroht und in nicht geringen Stückzahlen gerissen. Domestizierte Yaks mit ihrer fetthaltigen Milch und superwarmen Wolle sind ebenso wichtig für die Landbevölkerung wie die seit einigen Jahrzehnten aus Bergschafen praktizierte Schafszucht.

Das Klima hier in Zentralasien wird durch heiße, trockene Sommer und extrem kalte und lange Winter geprägt: Temperaturen von -40 bis zu -50°C sind keine Seltenheit, wie in diesem Februar wieder geschehen. Tuwa wird zunehmend auch von Erdbeben heimgesucht – deren Epizentren auch unweit von der Hauptstadt entfernt sein können wie Ende Dezember mit einer Stärke von 6,6 und jetzt am 26. Februar von 6,8 auf der Richterskala, wobei durch die dünne Besiedlung zwar bisher kaum Menschen zu Schaden gekommen sind aber Schäden an Gebäuden, Brücken und der Infrastruktur ganz erhebliche Ausmaße annehmen. In den Sommermonaten treten gelegentlich auch schwere Gewitter auf, äußerst selten verbunden mit gewaltigen Kugelblitzen, wie im Juli 2011 in Tuwas Tes-Khem Distrikt, wo 84 Schafe getötet wurden, die Familie des Schäfers jedoch nicht. Der letzte Zwischenfall mit Kugelblitzen ereignete sich 2007 in der russischen Republik Dagestan mit noch weitaus schlimmeren Folgen für Mensch und Tier.

Das vergleichsweise kleine Tuwa, dessen bunte Geschichte bis zu den Skythen in den Jahrhunderten v. Chr. zurückreicht und durch das einst auch die Horden von Tschinggis Khan zogen [dessen Grabstätte sich angeblich in Tuwa befinden soll], ist bis heute ein von der Welt kaum wahrgenommenes Land mit einer biologischen Vielfalt wie sie sonst nirgendwo vorzufinden ist: Auf seinem Territorium blühen und gedeihen mehr als 2060 Arten von Wildpflanzen, hier leben 86 Säugetierarten (in Europa etwa nur 20 Arten), sowie 364 Arten und Unterarten von Vögeln – ein unvergleichlicher Reichtum auch für die Menschheit!

Tuwa entwickelt sich auch deshalb zunehmend zu einem Mekka für sowohl naturliebende Touristen aus aller Welt als auch für solche, die am äußerst reichen kulturellen Erbe Tuwas interessiert sind. Dementsprechend hat das Land in den letzten Jahren auch eine touristische Infrastruktur geschaffen, die den heutigen Reisenden viele interessante Routen, Unterkünfte und Höhepunkte bieten kann – Hauptreisemonate sind Juni, Juli und August. Ein auch Deutsch sprechender größerer Reiseveranstalter für Tuwa und die umliegenden Länder ist über das Web unter www.sayanring.com zu erreichen (Manager ist Olga Fedosejewa) und hat auf der ITB in Berlin vom 7. bis 11. März 2012 einen eigenen Informationsstand, den zu besuchen es sich unbedingt lohnt. SayanRing arbeitet in D, CH und A mit einigen etablierten Reisebüros zusammen, über die entsprechend gebucht werden kann.

Die offizielle Nachrichtenagentur Tuwas - in russischer und teilweise englischer Sprache - ist unter www.en.tuvaonline.ru zu erreichen.

Wer aber vor einer Reise mehr über Tuwa lesen und schauen möchte, dem sei das Buch mit DVD von Sewjan Weinshtein aus dem Alouette Verlag zu empfehlen:

Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens .
ISBN 978-3-924324-11-7 EUR 39,90

zu beziehen über alle Buchhandlungen.

ALOUETTE VERLAG
Uferstr. 41
22113 Oststeinbek
Tel. 040 / 712 2353
www.alouette-verlag.de

weiter
zurück zum Seitenanfang




Pressemitteilung vom 23.07.2009

Bill Gates kündigt das "Project Tuva" mit Vorlesungen des Physik-Nobelpreisträgers Richard Feynman an, um der Jugend die Wissenschaft näher zu bringen

Oststeinbek, den 23. Juli 2009
Bill Gates kündigt eine neue Website mit dem Namen "Project Tuva" in seinem Microsoft-Empire an, Hinweis auf die unerfüllte Sehnsucht des amerikanischen Nobelpreisträgers für Physik, Richard P. Feynman, in den 1980er Jahren in die damals noch sowjetische Republik Tannu-Tuva zu reisen. Siehe auch den englischsprachigen Bericht vom 17. Juli der Nachrichtenagentur "TuvaOnline" mit dem Link http://en.tuvaonline.ru

Die neue Microsoft-Silverlight Website bietet den Besuchern sieben Original-Vorlesungen von Dr. Feynman aus dem Jahre 1964 von jeweils zwischen 45 und 60 Minuten Dauer über physikalische Gesetze und Grundsätze an, um insbesondere bei der wissensdurstigen jungen Generation das Interesse an Wissenschaft zu wecken, und speziell die Lust auf ein Physikstudium zu steigern. Wie Bill Gates in seiner Einführung sagt, haben die vorbereitenden Gespräche und Verhandlungen mit den Rechteinhabern dieser Vorlesungen viele Jahre gedauert und konnten erst jetzt abgeschlossen werden. Siehe auch: http://research.microsoft.com/apps/tools/tuva/index.html

Richard Feynman hatte 1980/81 zusammen mit seinem Freund, dem Mathematiklehrer Ralph Leighton, alles nur Erdenkliche versucht, ein Sowjetvisum zu bekommen, um dieses Land im geographischen Zentrum Asiens an der Grenze zur Mongolei besuchen zu können, denn er hatte schon als Kind in den 1930er Jahren die exotisch anmutenden Briefmarken aus Tuwa bewundert und wollte als gestandener Wissenschaftler diesen letzten "weißen Fleck" auf seiner Reise-Landkarte mit Leben erfüllen. Einer seiner wichtigsten russischen Ansprechpartner war der schon damals weithin als Tuwa-Experte bekannt gewordene Historiker und Ethnologe Sewjan I. Weinshtein, der als der moderne Entdecker Tuwas galt und noch immer gilt. Durch dessen Bücher und Wissenschafts-Abhandlungen hatte Feynman schon viel über Tuwa erfahren und wollte seine unbändige Sehnsucht durch eine Reise nach Tuwa stillen. [Die Studien Tuwas der deutschen Ethnologen Wilhelm Radloff um 1865 und Otto Mänchen-Helfen um 1929 und anderer waren Feynman aus den Büchern Weinshteins bekannt.] So schrieb er Dr. Weinshtein auf dem Briefbogen des California Institute of Technology am 30. April 1981 einen ausführlichen Brief mit der Bitte, ihm über die Russische Akademie der Wissenschaften in Moskau bei der Beschaffung eines Visums behilflich zu sein, nachdem sein in tuwinischer Sprache verfaßter Brief an den berühmten Tuwiner Ondar Daryma zwar eine Antwort aber keine Zusage gezeitigt hatte. Aber auch Sewjan Weinshtein war es schließlich nicht möglich, den Wunsch des berühmten amerikanischen Physikers zu erfüllen. Feynman verstarb 1988, ohne das Land seiner Träume je zu Gesicht bekommen zu haben, ohne die uralte Nomadenkultur Tuwas kennengelernt zu haben und ohne seinen weltberühmten Kehlkopfsängern lauschen zu können. Sein Freund Ralph Leighton verfaßte dann sein Buch "Tuva or Bust", in welchem er die vielfältigen Bemühungen um eine Reise nach Tuva ausführlich beschrieb, einschließlich des von Feynman und Leighton gemeinsam gegründeten Freundeskreises "Friends of Tuva", dessen kulturelle Neuigkeiten aus und zu Tuwa nach wie vor im Netz zu finden sind.

Aber im Juni 2009 ist schließlich Feynmans Tochter Michelle erstmals nach Tuwa gereist, um sozusagen stellvertretend für ihren Vater dem tuwinischen Volk mit seiner bunten Geschichte ihre Aufwartung zu machen, dessen Ursprünge auf die Hochkultur der Skythen zurückgehen und das im Verlauf der Jahrtausende von vielen asiatischen Völkern "überrollt" und ihre Stempel aufgedrückt bekommen hatte, einschließlich von den Horden des Mongolenführers Tschingis Khan. Michelle Feynman, die von einer Reporterin des Russischen Dienstes der BBC begleitet wurde, hat in Tuwa auch die Nachfahren jenes Ondar Daryma aufgesucht, wo sie, wie schon beim Premierminister Sholban Kara-ool, überaus herzlich aufgenommen wurde. Siehe auch den Original-Bericht unter http://en.tuvaonline.ru/2009/06/14/0921_michelle.html

Und es gibt noch eine weitere interessante Neuigkeit aus Tuwa zu vermelden: Die vielen deutschen und ausländischen Besucher der drei monumentalen Skythen-Ausstellungen 2007-2008 in Berlin, München und Hamburg werden überrascht und erfreut sein, daß das sogenannte "Tal der Könige" und dessen Umgebung jetzt im Juli 2009 als Naturpark unter Schutz gestellt wurde. Einige der Kurgane aus der Skythenzeit wurden schon seit 1927 von russischen Archäologen (einschließlich von Sewjan Weinshtein und tuwinischen Kollegen zwischen 1951 und 1971) entdeckt und teilweise freigelegt -- und seit Beginn dieses Jahrhunderts wurden mehrere im Altertum noch nicht geplünderte Großkurgane im Tal der Könige durch Dr. Hermann Parzinger vom DAI und seinen deutschen und russischen Kollegen ausgegraben, von denen der Arshan-II Kurgan u.a. mit unermeßlich wertvollen Goldschätzen aufwartete. Siehe auch den Original-Bericht unter http://en.tuvaonline.ru/2009/07/20/3540_kingvalley.html

Wer mehr über das asiatische Tuwa erfahren möchte, dem sei das wundervolle populär-wissenschaftliche Buch von 264 S. aus dem Alouette Verlag "Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens" von Sewjan I. Weinshtein wärmstens empfohlen, dem als Bonus eine DVD mit einem 72-minütigen Dokumentarfilm über dessen jahrzehntelange Expeditionen nach und in Tuwa, sowie Fotos aus der heutigen Zeit und Kostproben des tuwinischen Kehlkopfgesangs beiliegt. Dieses Buch ist gleichzeitig das einzige zusammenfassende, autobiografische Werk des russischen Forschers, und leider auch sein letztes, denn er verstarb unerwartet in Moskau im Oktober 2008.

Der EKZ-Informationsdienst für Öffentliche Bibliotheken schreibt u.a. "...streckenweise liest sich das Buch wie ein Roman - ein hervorragendes völkerkundliches Werk...". Und DeutschlandRadio Kultur merkt in einer ausführlichen dramatisierten Buch-Rezension u.a. an "...fast fünfzig Jahre hat Sewjan Weinshtein die Hirtensippen Tuwas erkundet, hat den Menschen zugehört, nach archäologischen Spuren gegraben und Tagebuch geführt - in einer Sprache von erlesener Schönheit....Er beobachtet wie ein Forscher, und er schreibt wie ein Dichter. Dieses Buch und seine DVD sind eine Offenbarung..."

ALOUETTE VERLAG
Uferstr. 41
22113 Oststeinbek
Tel. 040 / 712 2353
www.alouette-verlag.de

weiter
zurück zum Seitenanfang




Pressemitteilung vom 11. Juni 2009

Weltkrieg II: Die deutschen Frontlinien in der Ukraine nahmen die mit Säbeln angreifenden "Barbaren" aus Tuwa, die als Freiwillige in der Roten Armee dienten, auf ihren kleinen zottigen Pferden als Heerscharen Attilas wahr und gaben ihnen die Bezeichnung der "Schwarze Tod".

Oststeinbek, 8. Juni 2009
Aus dem Artikel "Tuwa: Der unbekannte Krieg" von Aleksej Tschitschkin, veröffentlicht im Mai 2009 von der tuwinischen Nachrichtenagentur TuvaOnline
[www.tuvaonline.ru/2009/05/12/1358_frontu.html]

Es scheint als gäbe es keine "weißen Flecken" in der Geschichte des Zweiten Weltkriegs mehr. Doch einige Aspekte wurden in der UdSSR offensichtlich vergessen. Man hat nämlich einen Verbündeten, die Tuwinische Volksrepublik, in der Berichterstattung vollkommen außer Acht gelassen. Während die Hilfe der Mongolei ausführlich kommentiert wurde, schrieb man über Tuwa beinahe gar nichts. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass Tuwa von 1921 bis einschließlich 1944 unabhängig war und sich dann freiwillig der UdSSR anschloß.

Laut Einschätzung von Experten waren die Lieferungen der Mongolei und Tuwas an die Sowjetunion während der Kriegszeit dem Umfang nach nur um ein Drittel weniger als die der "westlichen" Verbündeten der UdSSR zusammengenommen - der USA, Kanadas, Großbritanniens, Südafrikas, Australiens und Neuseelands.

Vielleicht hat man Tuwa vergessen, weil es Teil eines riesigen Landes wurde und hier nicht den Status einer Sowjetrepublik, sondern den einer autonomen Republik innehatte? Wenn dem so ist, dann scheint es uns ein schlechter "Dank" zu sein.

Kurz etwas zur neueren Geschichte dieses Landes: Genau wie das zaristische Rußland verfolgte die UdSSR eine äußerst vorsichtige Politik in den nationalen Regionen des östlichen Sibirien. Tuwa erkannte erst ab dem Jahr 1914 das "Protektorat" von Seiten Rußlands an, wurde aber nicht zu dessen Provinz. In der sowjetischen Periode setzte man die Linie einer Koexistenz mit den prosowjetischen unabhängigen Staaten - Mongolei und Tuwa - fort. Und mehr noch: Sogar das benachbarte Burjatien war bis in die Mitte der 1950er Jahre eben die Burjatisch-Mongolische Autonome Republik der RSFSR [Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik]. Dass Moskau grundlos zu vorsichtig war, wurde während des Zweiten Weltkriegs deutlich, denn gerade die Mongolei und Tuwa wurden zu verläßlichen Verbündeten im Hinterland der Sowjetunion - und nicht zu Marionetten Chinas oder Japans.

Am 25. Juni 1941 erklärte Tuwa Deutschland den Krieg. [Anm.d.Red.: Diese Kriegserklärung wurde erst in den 1990er Jahren zurückgezogen, da man dieses Kapitel schlicht vergessen hatte.] Bald darauf wurden der UdSSR nicht nur die gesamten Goldreserven der Republik überlassen, sondern auch die vorhandene Menge des produzierten tuwinischen Goldes - im Gesamtwert von etwa 35 Millionen "damaliger" Rubel (dessen Zahl- und Kaufkraft lag um das zigfache höher als die des heutigen russischen Rubels).

Darüber hinaus wurden der UdSSR von 1941 bis 1945 an die 50.000 Kriegspferde kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Bevölkerung Tuwas spendete außerdem so viel Bargeld, dass Rußland davon drei Fliegerstaffeln und zwei Panzerbrigaden aufstellen konnte. Zusätzlich erhielt die Rote Armee aus Tuwa 52.000 Paar Skier, 10.000 pelzgefütterte Mäntel, 19.000 Paar Handschuhe, 16.000 Paar Filzstiefel, 67 Tonnen Wolle, 400 Tonnen Fleisch, Speisefett und Mehl. All dies fast ohne Gegenleistung - den Honig, die Frucht- und Beerenkonserven und die entsprechenden Konzentrate, Verbandsmaterial, Heilkräuter und Medikamente aus der traditionellen tuwinischen Medizin, Wachse und Harze nicht mitgezählt.

Im Jahr 1944 wurden zudem der Ukraine 30.000 Kühe geschenkt. Genau mit diesem Viehbestand begann in der Nachkriegszeit der Wiederaufbau der ukrainischen Viehzucht. In einem Telegramm des Präsidiums des Obersten Sowjets der Ukrainischen SSR an das Präsidium des Kleinen Churals Tuwas [des Parlaments] hieß es: "Das ukrainische Volk, wie alle Völkerschaften der UdSSR, ist den Werktätigen Tuwas zutiefst dankbar und wird niemals die erwiesene Hilfe für die Front und die befreiten Gebiete vergessen...."

Insgesamt lieferte Tuwa der UdSSR während dieses Krieges fast 750.000 Stück Vieh. Es gab nicht eine einzige tuwinische Familie, die nicht wenigstens zwischen 10 und 100 Stück Vieh an die Front abgegeben hätte. Die Gesamtsumme der durch die tuwinische Bevölkerung geleisteten Hilfe erreichte beinahe 70 Millionen Rubel.

Im Herbst 1942 gestattete die Sowjetregierung, Freiwillige aus Tuwa und der Mongolei zum Kriegsdienst heranzuziehen. Die ersten 20 Freiwilligen aus Tuwa traten im Mai 1943 in die Reihen der Roten Armee ein und wurden in das 25. Panzerregiment eingegliedert (vom Februar 1944 an befand sich dieses im Bestand der 52. Armee der 2. Ukrainischen Front). Das Regiment kämpfte auf dem Territorium der Ukraine, Moldawiens, Rumäniens, Ungarns und der Tschechoslowakai. Im September 1943 gliederte man die zweite Gruppe von 206 tuwinischen Freiwilligen der 8. Kavalleriedivision an, wo sie an Überfällen auf das faschistische Hinterland und auf deutsche Heeresgruppierungen in der Westukraine beteiligt waren.

...Am 31. Januar 1944 griffen im Kampf um Deraschno (Ukraine) die tuwinischen Kavalleristen auf ihren kleinen zottigen Prschewalski-Pferden mit Säbeln die vordersten Stellungen der Deutschen an. Ein etwas später gefangengenommener deutscher Offizier erinnerte sich daran, dass dieser Anblick auf seine Soldaten absolut demoralisierend gewirkt habe, denn sie nahmen im Unterbewußtsein diese "Barbaren" als Heerscharen Attilas wahr. Nach diesen Gefechten gaben die Deutschen den Tuwinern die Bezeichnung der "Schwarze Tod". Der Schrecken der deutschen Soldaten war auch damit verbunden, dass die Tuwiner, die ihren eigenen Vorstellungen von Kriegsrecht folgten, prinzipiell keine Gefangenen machten...

Insgesamt dienten in den Kriegsjahren an die 8.000 Tuwiner in den Reihen der Roten Armee. Etwa 20 tuwinische Soldaten erhielten den sowjetischen Ruhmes-Orden, und an die 5.000 wurden mit anderen sowjetischen und tuwinischen Orden und Medaillen ausgezeichnet. So ist zum Beispiel der Tuwiner Khomushku Churguj-ool ein "Held der Sowjetunion"; er war während des gesamten Feldzugs Mechaniker und Fahrer eines T-34 Panzers eben jenes 25. Panzerregiments der 52. Armee. Ein anderer aus Tuwa stammender Soldat, Kirgis Tschamsirijn, ist Träger vieler sowjetischer Orden, darunter auch des Ruhmes-Ordens, und er erlebte den 9. Mai 1945 in Prag.

Aber wirklich beispiellos war die politische Langlebigkeit von Saltschak Kalbakchorekowitsch Toka (1901 - 1973), der Tuwa vom Ende der 1920er Jahre bis zu seinem Tod als unumschränkter kommunistischer Herrscher führte. So lange [und rigoros] hat kein Politiker je ein Land regiert! Er wurde von Stalin, Chruschtschow, Breschnew, dem Generalissimus Tschiang Kai-schek (Führer Chinas von 1928 bis 1949, dann Taiwans bis 1975) geachtet, ebenso vom Führer und Marschall der Mongolei von 1930 bis 1952, Khorloogijn Tschoibalsan, und seinem Nachfolger Jumdschaagijn Tsedenbal.

Nach der Umbildung der Republik in das Tuwinische Autonome Gebiet der RSFSR im Oktober 1944 wurde Toka zum ersten Sekretär des Tuwinischen Gebietskomitees. 1971 wurde er Mitglied des ZK der KPdSU und "Held der sozialistischen Werktätigen". Darüber hinaus gilt S.K. Toka als Begründer der tuwinischen Sowjetliteratur: Seine Erzählungen und Artikel erschienen ab Beginn der 1930er Jahre in der tuwinischen und sowjetischen Presse. Sein autobiografischer Roman "Slowo Arata" von 1950 wurde im Jahr darauf mit dem Stalinpreis für Literatur gewürdigt.

Die Hilfe, die Tuwa der UdSSR in den Kriegsjahren erwiesen hat, könnte man mit dem Sprichwort umschreiben: "Klein ist das Goldstück, aber sehr wertvoll" ("Klein aber fein"). Wenn man allerdings die Metaphern beiseite läßt - Fakt bleibt: Das tuwinische Volk hätte im Namen des Sieges das letzte mit den Völkern der UdSSR geteilt.

(Übersetzung aus dem Russischen von Dr. Björn Seidel-Dreffke, Berlin)

Wenn Sie mehr über das heutige Tuwa, seine uralte und bunte Geschichte und Kultur erfahren möchten, sei Ihnen unser Buch mit DVD "Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens" von Sew'jan Weinshtein wärmstens empfohlen. 264 S., ISBN 978-3-924324-11-7, € 39,90.

DeutschlandRadio Kultur: "Dieses Buch und seine DVD sind eine Offenbarung...."

ALOUETTE VERLAG
Uferstr. 41
22113 Oststeinbek
Tel. 040 / 712 2353
www.alouette-verlag.de

weiter
zurück zum Seitenanfang




Pressemitteilung vom 7. April 2008

Arktischer Hilferuf: Eisbären verlassen das schmelzende Eis und wandern auf Nahrungssuche 400km aufs kanadische Festland - und werden erschossen

Oststeinbek, 7.4.08 - Wie der kanadische Radio- und Fernsehsender CBC am 3. April meldet, wanderte jetzt eine Eisbärin mit ihren zwei Jährlingen von der Arktisküste aus 400 Kilometer nach Süden bis nach Déline, einer kleinen Indianersiedlung am Südwestende des mit 31.400 Quadratkilometern größten kanadischen Binnensees, dem Grossen Bärensee, an dessen Ufern zahlreiche Grizzlybären leben.

Wie die RCMP berichtet, waren die drei Eisbären abgemagert und hungrig. Viele der 525 Bewohner hasteten ungläubig auf die Strasse und machten Fotos und Videoaufnahmen, wurden aber zunehmend ängstlich als die Bären ihre angeleinten Schlittenhunde bedrohten, so daß die Polizei zuerst die Mutter und dann die beiden Jungbären erschoß.

Wissenschaftler haben schon seit einigen Jahren festgestellt, daß die Eisbären große Schwierigkeiten haben, von den immer schneller abschmelzenden Eisschollen aus ihre typische Jagdbeute, die Robben, zu fangen und einfach nicht mehr wissen, wo und wie sie ihre Nahrung überhaupt noch erjagen sollen. Wie der Wildbiologe Andrew Derocher von der Universität Alberta dem CBC bestätigte, müssen Eisbären mit dem dramatischen Klimawandel in der Arktis fertigwerden und sehen zunehmend Tiere des Festlands als letzte verbliebene Nahrungsquelle an - zumeist vergeblich, denn sie besitzen an Land ja nicht die gleichen Jagdfähigkeiten wie Grizzlybären.

Ähnliche Vorfälle gab es hier in den Nordwest-Territorien schon mehrfach, wie im August 2007 als ein einzelner Eisbär durch das Mackenzie-Delta 250 km nach Süden bis in den Ort Fort McPherson wanderte, von dort per Hubschrauber wieder an die arktische Küste gebracht wurde und einige Wochen später auf der gleichen Landroute erneut gesichtet - und dann erschossen - wurde. Auch aus Alaska werden solche Land-Wanderungen seit Jahren berichtet, aber angesichts des in weiten Teilen menschenleeren Nordlandes werden diese Migrationen zumeist überhaupt nicht bemerkt.

Aus Banks Island, einer der riesigen so gut wie unbewohnten Arktisinseln im Nordwesten Kanadas, wurde im letzten Jahr gemeldet, daß auch hier Eisbären auf Nahrungssuche ins Inland wandern. Einer von ihnen hat sich sogar mit einem Grizzlybär gepaart - und ein amerikanischer Großwildjäger hat, ohne es vorher zu erkennen, einen Abkömmling aus dieser ‚Not-Ehe' erlegt.

Und es gibt weitere Hiobsbotschaften aus der kanadischen Arktis: Wie Wissenschaftler durch die Auswertung von Satellitenaufnahmen im Januar 2008 festgestellt haben, ist an der Westküste von Banks Island ein 150 km langes ‚Stück' Schelf-Eis weggebrochen, wie dies auch schon im vorigen Sommer an der Nordküste der kanadischen Ellesmere-Insel der Fall war. Dadurch haben die Eisbären keine Landanbindung mehr und müssen bei immer dünner werdender Eismasse weiter nach Norden ziehen, um zu versuchen die Reste des mehrjährigen Packeises zu erreichen. Wie der oben genannte Wissenschaftler dazu feststellte, hat sein Forschungsteam durch bei einzelnen Bären angebrachte Senderhalsbänder festgestellt, daß diese Bären Wanderungen von 500 oder gar 1000 Kilometern ohne Nahrungsaufnahme machen mußten bis sie wieder Küsten anderer Regionen oder gar anderer Länder wie Rußland erreichten, und es weiß keiner, wie viele Eisbären dabei umgekommen sind.

Gerade jetzt, mitten im Internationalen Polarjahr vom 1.3.2007 bis 28.2.2009, fordern Wissenschaftler aller an den Forschungsaktivitäten beteiligten Länder mit den weltweit 19 Eisbär-Populationen (13 davon in Kanada) ihre Regierungen dazu auf, dieses Tier sofort auf die Liste der bedrohten Arten zu setzen, was von Kanada und den Vereinigten Staaten aus vornehmlich wirtschaftlichen Gründen bisher immer nur verschoben worden ist. Dabei rechnen einige westliche Wissenschaftler sogar damit, daß das arktische Eis schon in fünf bis sieben Jahren verschwunden ist.

Angesichts dieser bedrohlichen Entwicklung möchte der Alouette Verlag auf sein inzwischen international anerkanntes und spektakuläres Standardwerk hinweisen: "Im Bannkreis des Nordens", ISBN 978-3-924324-09-4, mit 380 Fotos und Archivdokumenten. Es gibt weltweit kein vergleichbares Buch über die zirkumpolare Welt, über ihre Entdeckungsgeschichte, über die Kultur der vielen kleinen Polarvölker in Grönland, Kanada, Alaska, Sibirien und Nordeuropa, populär-wissenschaftlich verfaßt von Ethnologen, Anthropologen und Historikern aus eben diesen Ländern. Dieses umfassende Werk zeigt auf, welches Paradies verloren geht und was für unsere Welt heute auf dem Spiel steht.

ALOUETTE VERLAG
Uferstr. 41
22113 Oststeinbek
Tel. 040 / 712 2353
www.alouette-verlag.de

weiter
zurück zum Seitenanfang




Pressemitteilung vom 11.02.2008

Am 15. Februar beginnt im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe die monumentale Ausstellung über die Hochkultur der Skythen, den ersten Reiternomaden und -kriegern der Menschheitsgeschichte, die ihren Ursprung in der heutigen Republik Tuwa hatten. Weitere Einzelheiten unter www.skythen-hamburg.de -- der Kurator der Ausstellung ist Dr. Frank Hildebrandt.

Oststeinbek, 11.2.2008 - Die legendären Skythen und die mit ihnen verwandten nomadischen Völker prägten vom 8. bis 2. vorchristlichen Jahrhundert die Geschichte des eurasischen Steppenraums. In der Ausstellung "Königsgräber der Skythen: Im Zeichen des Goldenen Greifen" in Hamburg, der 3. Etappe in Deutschland, wird weltweit erstmalig (und letztmalig) in derart umfassender Weise die Geschichte und Kultur dieser Reitervölker präsentiert, von ihren Ursprungsgebieten entlang des unteren Jenissej in der heutigen Republik Tuwa (Tuva) im geographischen Zentrum Asiens bis an die Tore Mitteleuropas. Könige und Fürsten der Skythen wurden mit ihren Frauen in mächtigen Grabhügeln (Kurganen) in einem beeindruckenden Zeremoniell, mit ihren Pferden, mit prunkvollen Schmuckstücken und künstlerisch gefertigten Gegenständen aus Gold beigesetzt. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die bedeutendsten Kurgane der einzelnen Regionen mit ihren prachtvollen Ausstattungen sowie die sensationellen Ausgrabungen der letzten Jahre in Tuwa und im angrenzenden Altaigebirge.

Schon der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet über das im Süden Sibiriens zu lokalisierende Land der "goldhütenden Greifen", das heutige Tuwa. Hier führten in den Jahren 2000-2003 Wissenschaftler des Deutschen Archäologischen Instituts Berlin und der Staatlichen Eremitage St. Petersburg gemeinsam Ausgrabungen durch: So wurde in Tuwas "Tal der Könige" ein gewaltiger Grabhügel freigelegt (Arshan II), dessen Inventar mit Tausenden Goldreliquien eine der größten archäologischen Sensationen der jüngsten Vergangenheit darstellt. In seiner Bedeutung kommt er durchaus dem Grab des Tutenchamun nahe. Auf einem Hochplateau des Altaigebirges gab der Dauerfrostboden im Sommer 2006 dann weitere spektakuläre Skythen-Funde in einem "Eis-Kurgan" frei.

Vor allem die tätowierte Mumie ist es, die ihre Faszination auf den Ausstellungsbesucher ausübt. Weltweites Aufsehen erregen auch die hervorragend erhaltene Kleidung, der prachtvoll verzierte Pferdeschmuck und andere Gegenstände aus Holz, Leder, Gold und Filz, darunter die ältesten Teppiche der Welt. Noch nie zuvor war es möglich, diese Reliquien aus dem Jahrtausend vor Christus so umfassend öffentlich zu zeigen.

Unser neues fesselndes Sachbuch mit DVD "Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens" des prominenten russischen Historikers und Ethnologen Sewjan I. Weinshtein, der federführend an früheren Ausgrabungen im Tal der Könige und anderswo teilnahm, bietet auf 264 Seiten einzigartiges Hintergrundmaterial zur Urheimat der Skythen sowie breites und neues Wissen über dieses Land in einem uralten Schnittpunkt der Kulturen: Nach den Skythen haben hier auch Hunnen, Uiguren, Kirgisen, Mongolen (mit den Horden ihres Tschinggis-Khan), Chinesen, Russen und andere Völker ihre unauslöschlichen Spuren hinterlassen.

Tuwa, das heute politisch zur Russischen Förderation gehört, wird im Norden und Westen bogenförmig umspannt von den bis zu 4000m hohen Gebirgsketten des Sajan und Altai, in Steppe und Halbwüste übergehend nach Süden zur Mongolei hin. Hier leben heute knapp über 300.000 Menschen in teilweise immer noch nomadischen Strukturen - mit ihren spirituellen Werten und Welten zwischen Schamanismus und Buddhismus.

Hochgebirgstundra, sibirische Taiga, Sümpfe und Ausläufer der Gobi grenzen hier aneinander: Rentiere, Schneehühner, Bären, Wölfe und aus vereisten Flußufern heraustauende Mammutkadaver treffen auf Yaks, Trappen, Kamele - und auf das Urpferd, vom russischen Asienforscher Prschewalski 1879 erstmals beschrieben.

Fast die Hälfte Tuwas ist (noch) von Wald bedeckt, zahlreiche Wildwasser und Flüsse durchziehen das Land. So entspringt hier mit seinen zwei Quellflüssen auch der wasserreichste Fluß Sibiriens, der Jenissej, und mündet nach 4130 km im Nordpolarmeer. Frostige, trockene und windlose Winter wechseln sich ab mit kühlen Sommern in den Bergen und heißen in den Ebenen. Aktuelle Infos über das Portal der tuwinischen Nachrichtenagentur www.tuvaonline.ru/eng/

Die Republik Tuwa ist auch ein aufstrebendes und preiswertes neues Reiseland mit einer sich gut entwickelnden Infrastruktur - ein Geheimtip für Kultur-, Natur- und Abenteuerreisende. Siehe auch www.tuvatravel.com (mit vielen Einzelheiten über Tuwa), www.sokoltours.com und andere.

Zusammen mit dem 72min-Dokumentarfilm "Genähte Pfeile" von Leonid Kruglow über fast 50 Jahre Expeditionen unseres Autors (der Titel spielt auf jene Pfeile an, die die Schamanen zum Schutz vor bösen Geistern an ihre Kleidung nähen), mit Fotos aus dem heutigen Tuwa und mit Beispielen des weltberühmten tuwinischen Kehlkopfgesangs bietet unser Buch mit DVD ein Lese- und Schau-Erlebnis ersten Ranges. Dieser Film wird auch innerhalb der Skythen-Ausstellung (bis 25. Mai) gezeigt, ebenso wie unser Buch zum Blättern ausliegt und im offiziellen Ausstellungskatalog erwähnt wird.

Buch mit DVD
"Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens"
ISBN 978-3-924324-11-7
Deutscher Ladenverkaufspreis 39,90 EUR

ALOUETTE VERLAG
Uferstr. 41
22113 Oststeinbek
Tel. 040 / 712 2353
www.alouette-verlag.de

weiter
zurück zum Seitenanfang




Pressemitteilung vom 06.12.2007

Klimawandel und die Arktis: Wenn die Eiskappe Grönlands schmilzt, steigt der Meeresspiegel weltweit um 7 m. Die ARD zeigt am 7.12. um 21:45h die große Reportage "Die Rache der Ozeane" mit Robert Atzorn.

Oststeinbek, 6.12.2007 - Wenn die bis zu 3 Kilometer dicke Eiskappe Grönlands abgeschmolzen ist, wird der Meeresspiegel weltweit um 7 Meter gestiegen sein. Und wenn Gletscher und die Eismassen der Arktis und Antarktis schmelzen - und dies ist der Fall mit stark ansteigender Tendenz - dann steigt er um bis zu 70 Meter, sagen Wissenschaftler voraus.

Schon jetzt sind die Auswirkungen der Klimaerwärmung überall spürbar, besonders deutlich in den arktischen Regionen, wo deren Symbol, der Eisbär, wegen der rapide abschmelzenden Eisdecke um sein Überleben kämpfen muß. Forscher befürchten, daß dieses große Landraubtier, das weite Wanderungen im Packeis- und Treibeisgürtel unternimmt und dessen Weibchen sich während des Winters in Schneehöhlen vergräbt und dort im Januar ein (früher bis drei) Junge zur Welt bringt, der erste große Verlierer der Erderwärmung sein wird. Denn seine Reproduktionsrate hat in den letzten 10 Jahren mit den immer schwerer zugänglichen Beutetieren, hauptsächlich den Robben, deutlich abgenommen. Man nimmt an, er wird innerhalb der nächsten Jahrzehnte in Alaska aussterben und sein weltweiter Bestand um mindestens 50 Prozent abnehmen. Trotzdem ist die amerikanische Regierung bisher noch immer nicht bereit, dieses majestätische Tier auf die Liste der bedrohten Arten zu setzen. Aber auch die küstennahen Siedlungen der Eskimos bzw. Inuit und anderer Polarvölker werden zunehmend überflutet.

Ob die Bali-Klimakonferenz Fortschritte bringt, ist angesichts der heute lt. "Globe & Mail" bekannt gewordenen Forderungen Japans, Kanadas und der USA, die notwendigen CO2-Ziele für ihre Länder nur dann zu erwägen und ggfls. festzuschreiben wenn wirtschaftliche Aspekte diesem nicht entgegenstehen, mehr als zweifelhaft, selbst wenn viele andere Länder verbindliche Maßnahmen beschließen - und nun auch Australien das Kyoto-Protokoll unterschrieben hat. Nachdem am Donnerstag in Bali ein dramatischer Appell von 180 Klimaforschern aus aller Welt formuliert wurde, die Reduzierung der klimaschädlichen Emissionen unverzüglich massiv anzugehen, kommt die Weigerung dieser drei Länder nur einen Tag später wie ein Paukenschlag daher! Selbst China hat dagegen sofort in scharfen Worten protestiert.

Angesichts dieser bedrohlichen Entwicklung und im Internationalen Polarjahr 2007-2008 möchte der Alouette Verlag auf sein spektakuläres Standardwerk hinweisen: "Im Bannkreis des Nordens", ISBN 978-3-924324-09-4, 320 S. mit 380 Fotos und Archivdokumenten, €39,90. Es gibt weltweit kein vergleichbares Buch über die Arktis, über die Geschichte ihrer vielen Völker in Grönland, Kanada, Alaska, Sibirien und Nordeuropa, über Flora und Fauna, populär-wissenschaftlich verfaßt von Ethnologen, Anthropologen und Historikern aus eben diesen Ländern. Das Buch zeigt, welches arktische Paradies auf dem Spiel steht. Weitere Einzelheiten und Leseproben unter www.alouette-verlag.de

ALOUETTE VERLAG
Uferstr. 41
22113 Oststeinbek
Tel. 040 / 712 2353
www.alouette-verlag.de

weiter
zurück zum Seitenanfang




Pressemitteilung vom 15.06.2007

Am 6. Juli beginnt im Berliner Martin-Gropius-Bau eine monumentale Ausstellung über die Hochkultur der Skythen, den ersten Reiternomaden und -kriegern der Menschheitsgeschichte, die ihren Ursprung in der heutigen Republik Tuwa (Tuva) hatten.
Die Pressekonferenz findet am Mittwoch, 4. Juli, 11 Uhr, im Kinosaal des MGB statt, die offizielle Eröffnung der Ausstellung am 5. Juli, um 19 Uhr. Weitere Einzelheiten finden Sie unter www.dainst.de


Oststeinbek, 15.6.2007
Die legendären Skythen und die mit ihnen verwandten nomadischen Völker prägten vom 8. bis 3. vorchristlichen Jahrhundert die Geschichte des eurasischen Steppenraums. In der Ausstellung "Im Zeichen des Goldenen Greifen - Die Königsgräber der Skythen", die im Oktober auch nach München und im Februar nach Hamburg kommt, wird weltweit erstmals in derartig umfassender Weise die Geschichte und Kultur dieser Reitervölker präsentiert, von ihren Ursprungsgebieten entlang des unteren Jenissej in der heutigen Republik Tuwa bis an die Tore Mitteleuropas. Könige und Fürsten der Skythen wurden in mächtigen Grabhügeln - Kurgane - mit einem beeindruckenden Zeremoniell, mit ihren Pferden und mit prunkvollen Schmuckstücken und Gegenständen aus Gold bestattet. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die bedeutendsten Kurgane der einzelnen Regionen mit ihren prachtvollen Ausstattungen sowie die sensationellen Neuentdeckungen der letzten Jahre in Tuwa und im angrenzenden Altaigebirge.

Schon der griechische Geschichtsschreiber Herodot berichtet über das im Süden Sibiriens zu lokalisierende Land der "goldhütenden Greifen", das heutige Tuwa. Hier führten in den Jahren 2000-2003 Wissenschaftler des Deutschen Archäologischen Instituts Berlin und der Staatlichen Eremitage St. Petersburg gemeinsam Ausgrabungen durch: So wurde in Arshan (Arzan) im "Tal der Könige" ein mächtiger Grabhügel freigelegt, dessen "Inventar" u.a. mit Tausenden Goldreliquien eine der größten archäologischen Sensationen der jüngsten Vergangenheit darstellt. In seiner Bedeutung kommt er durchaus dem Grab des Tutenchamun nahe. Siehe auch den entsprechenden ZDF-Film, der während der Ausstellung gezeigt wird.

Auf einem Hochplateau des Altaigebirges gab der Dauerfrostboden im Sommer 2006 weitere spektakuläre Skythen-Funde in einem "Eis-Kurgan" frei: Vor allem die tätowierten Mumien sind es, die ihre Faszination auf den Besucher ausüben. Weltweites Aufsehen dürften auch die hervorragend erhaltene Kleidung, der prachtvoll verzierte Pferdeschmuck und andere Gegenstände aus Holz, Textil und Leder erregen. Noch nie zuvor war es möglich, diese Reliquien aus dem Jahrtausend vor Christus so umfassend öffentlich zu zeigen. Auch über diese Ausgrabungen des DAI wird ein ZDF-Film während der Ausstellung berichten.

Zur Ausstellung in Berlin reist aus Tuwa eine Delegation von hochrangigen Regierungs-vertretern an, zusammen mit zwei großartigen Kehlkopfsängern und vier tuwinischen Mannequins, die u.a. eine Kollektion von skythischen Gewändern vorführen werden.

Unser neues fesselndes Sachbuch mit DVD "Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens" des prominenten russischen Historikers und Ethnologen Sewjan I. Weinshtein bietet auf 264 Seiten einzigartiges Hintergrundmaterial zur Urheimat der Skythen sowie breites und neues Wissen über dieses Land in einem uralten Schnittpunkt der Kulturen: Nach den Skythen haben hier auch Hunnen, Uiguren, Kirgisen, Mongolen, Chinesen, Russen und andere Völker ihre unauslöschlichen Spuren hinterlassen.

Die Autonome Republik Tuwa, die heute politisch zur Russischen Förderation gehört und im geographischen Zentrum Asiens liegt, wird im Norden und Westen bogenförmig umspannt von den bis zu 4000m hohen Gebirgsketten des Sajan und Altai, in Steppe und Halbwüste übergehend nach Süden zur Mongolei hin. In Tuwa leben heute knapp über 300.000 Menschen in teilweise immer noch nomadischen Strukturen - mit ihren spirituellen Werten und Welten zwischen Schamanismus und Buddhismus.

Hochgebirgstundra, sibirische Taiga, Sümpfe und halbwüstenartige Ausläufer der Gobi grenzen hier aneinander: Rentiere, Schneehühner, Bären, Wölfe und aus vereisten Flußufern heraustauende Mammutkadaver treffen auf Yaks, Trappen, Kamele - und auf das Urpferd, vom russischen Asienforscher Prschewalski 1879 erstmals beschrieben.

Fast die Hälfte Tuwas ist (noch) von Wald bedeckt, zahlreiche Wildwasser und Flüsse durchziehen das Land. So entspringt hier mit seinen zwei Quellflüssen auch der wasserreichste Fluß Sibiriens, der Jenissej, und mündet nach 4130 km im Nordpolarmeer. Frostige, trockene und windlose Winter wechseln sich ab mit kühlen Sommern in den Bergen und sehr heißen in den Ebenen. Siehe auch www.tuvaonline.ru/eng/ (Nachrichtenagentur).

Die Republik Tuwa ist auch ein aufstrebendes und preiswertes neues Reiseland mit einer sich gut entwickelnden Infrastruktur - ein Geheimtip für Kultur-, Natur- und Abenteuerreisende. Siehe auch www.tuvatravel.com (mit vielen Einzelheiten über Tuwa), www.sokoltours.com und andere.

Zusammen mit dem 72min-Dokumentarfilm "Genähte Pfeile" von Leonid Kruglow über fast 50 Jahre Expeditionen unseres Autors (der Titel spielt auf jene Pfeile an, die die Schamanen zum Schutz vor bösen Geistern an ihre Kleidung nähen), mit Fotos aus dem heutigen Tuwa und mit Beispielen des weltberühmten tuwinischen Kehlkopfgesangs auf der DVD bietet dieses Werk ein Lese- und Schau-Erlebnis ersten Ranges. Dieser Film wird während der Skythen-Ausstellung ebenfalls gezeigt.

Buch mit DVD
Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens
ISBN 978-3-924324-11-7
Deutscher Ladenverkaufspreis 39,90 EUR


ALOUETTE VERLAG
Uferstr. 41
22113 Oststeinbek
Tel. 040 / 712 2353
www.alouette-verlag.de

weiter
zurück zum Seitenanfang




Pressemitteilung vom 28.02.2007

Am 1. März beginnt das 4. Int. Polarjahr 2007-08 unter fatalen Vorzeichen, wahrscheinlich das letzte "eisige" in der Menschheitsgeschichte.

Oststeinbek, 1.3.2007
Nach 1882-83, 1932-33 und 1957-58 folgt jetzt das schicksalhafteste aller Polarjahre, veranstaltet vom International Council for Science ISCU und der World Meteorological Organization WMO. Es zieht sich über zwei Jahre hin, um den Tausenden von Wissenschaftlern aus mehr als 60 Ländern die Gelegenheit zu geben, ihre 220 Forschungsprojekte sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis gemeinschaftlich durchzuführen.


Deren sechs hauptsächlichen Ziele sind diese (Quelle BBC News 26.02):
• den augenblicklichen biologischen Umwelt-Status der Polarregionen zu bestimmen
• die vergangenen und momentanen Umwelt- und gesellschaftlichen Veränderungen zu quantifizieren sowie deren Zukunftsprojektionen zu verfeinern
• die Verbindungen zwischen den Polen und den anderen Weltregionen zu verstehen
• die Polargebiete zu nutzen, um die wissenschaftliche Beobachtung des Erdinnern und des Weltraums zu entwickeln und voranzutreiben
• die kulturellen, historischen und sozialen Perspektiven der zirkumpolaren menschlichen Gemeinschaften (in der Arktis) zu erforschen

Der Deutschlandfunk DLF bringt in diesen Wochen täglich zwischen 16:35h und 17:00 Sonderbeiträge zum Internationalen Polarjahr.

Um dem allgemeinen und wissenschaftlichen Leserpublikum die Geographie und Natur, die Besiedlungs- und Entdeckungsgeschichte sowie die geheimnisvollen Besonderheiten der vielen kleinen, uns nahezu unbekannten Polarvölker in Nordeuropa, Grönland, Kanada, Alaska und Sibirien nahezubringen, hat der Alouette Verlag (in Zusammenarbeit mit dem ZDF) einen umfassenden Bild-Textband mit dem Titel "Im Bannkreis des Nordens" in hoher Auflage herausgegeben - mit spannenden Beiträgen international renommierter Historiker, Archäologen und Ethnologen und mit 380 unwiederbringlichen und einzigartigen Fotos, mit Archivdokumenten aus aller Welt und mit den besten, speziell für dieses Buch geschaffenen Landkarten. Dieses international anerkannte Standardwerk über die Arktis ist sozusagen der aufschlußreiche "Begleitband" zum Internationalen Polarjahr 2007-08.

So schreibt die FAZ: "....mit geradezu enzyklopädischem Detail präsentieren die Autoren ein eindringliches Bild des Lebens von damals und heute in den arktischen Regionen; kaum ein Thema bleibt unerwähnt, von Politik und Wirtschaft über gesellschaftliche Probleme oder die Gefährdung der Umwelt bis zu Kunsthandwerk und dem Einzug der ‚Moderne' in die kleinen Siedlungen der Polarvölker. Fern einer Romantisierung des Hohen Nordens entsteht so ein vielschichtiges, präzises Bild. Eben diesem Ziel fügen sich auch die vielen historischen und zeitgenössischen Abbildungen: keine schwelgerischen Landschaften im ‚ewigen' Eis, sondern informative Szenen aus dem Alltag einer fremden Welt."
Und die HNA: "....ein meisterlich sein Thema erschließender Band - eine Großproduktion, bei der ein internationales Autoren- und Fotografenteam unter deutscher Redaktion und Art Direction zusammengeführt wurde....Das gewichtige Buch hellt die arktischen Weiten und Wunder geographisch, historisch und ethnologisch für uns auf.....ein phantastisches Werk."
BUCH+MEDIEN Online schreibt: "....Dem Bild-Textband gelingt das scheinbar Unmögliche: Die Quadratur des Polarkreises."
Das Geschichtsmagazin DAMALS: "....Kulturelle Vielfalt, Anpassung an den Naturraum und die Entwicklung spezifischer Technologien für das Überleben in Gebieten geringerer Nutzungsgunst werden in diesem Buch ebenso deutlich wie die Zugriffe von außen: entdeckerische Erschließung, wirtschaftliche Ausbeutung, christliche Missionierung, administrative Einbindung, aber auch wissenschaftliches Verstehen. Deutlich werden zudem die indigenen Kulturen der Polarräume, die im 20. und 21. Jahrhundert nach mehr politischer Eigenverantwortung streben....Hervorragend ist auch das Bildmaterial, welches faszinierende Gegenwartsaufnahmen und eindrucksvolle historische Darstellungen vereint."


Die Polarvölker haben über Jahrtausende gelernt, in dieser für uns Europäer so unwirtlich erscheinenden Natur zu überleben - und zu leben: "Die Arktis ist eine Welt der Schönheit, der Sicherheit und des Wohlergehens." Wie wird sich die Polschmelze für diese Menschen auswirken???

Im Bannkreis des Nordens
320 S., Originalausgabe, geb. mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-924324-09-4
€ 39,90

ALOUETTE VERLAG
Uferstr. 41
22113 Oststeinbek
Tel. 040 / 712 2353

presse@alouette-verlag.de

www.alouette-verlag.de


weiter
zurück zum Seitenanfang




Pressemitteilung vom 04.01.2007

Endlich taucht Tuwa auch bei Günther Jauch auf: In seiner "Wer wird Millionär"-Sendung am 22.12. wurde u.a. nach der Autonomen Republik Tuwa im Zentrum Asiens gefragt.

Der berühmte russische Ethnologe, Historiker und Archäologe Sewjan Weinshtein widmete sein Leben dieser im Westen kaum bekannten Republik zwischen dem Baikal-See und der Mongolei: Tuwa, nicht viel größer als der US-Bundesstaat Florida, liegt genau im geographischen Zentrum Asiens und ist damit so weit wie kein anderes Land der Erde von den Ozeanen entfernt.

Tuwa liegt vier Zeitzonen und fast 5000 km von Moskau entfernt, die Landfläche beträgt 170.000 km2. Von den rd. 300.000 Einwohnern sind 70 Prozent Tuwiner und 30 Prozent Russen sowie andere Ethnien. Neben dem Schamanismus ist auch der Buddhismus in Tuwa verbreitet. Die Hauptstadt Kyzyl hat 85.000 Einwohner

Politisch gehört die Republik Tuwa heute zur Russischen Föderation. Tuwa wird im Norden und Westen von den bis zu 4000 m hohen Gebirgsketten des Altai und Sajan bogenförmig umspannt, im Süden geht das Land in die Halbsteppe und Steppe der Mongolei über. Sibirische Taiga, Hochgebirgstundra, Sümpfe und Ausläufer der Gobi-Wüste grenzen hier aneinander. Fast die Hälfte Tuwas ist von Wald bedeckt, zahlreiche Wildwasser und Flüsse durchziehen das Land. So entspringt hier mit zwei Quellflüssen auch der wasserreichste Fluß Sibiriens, der nach 4130 km in den Arktischen Ozean mündet. Frostige, trockene und windlose Winter wechseln sich ab mit kühlen Sommern in den Bergen und sehr heißen in den Ebenen.

Entsprechend vielfältig gestaltet sich auch die Fauna: Hier leben sowohl Tiere des subpolaren Klimas (Rentiere) als auch der Wüste (Kamele) und der Berge (Yaks), aber auch Schneehühner, Bären und Wölfe. Nicht selten entdeckt man aus vereisten Flußufern heraustauende Mammutkadaver.

Tuwas Geschichte ist uralt und bunt: So wurde diese Region bereits in der Altsteinzeit von Nomaden durchstreift, während skythische Stämme zwischen dem 8. und 3. Jahrhundert v. Chr. erste feudalistische Strukturen entwickelt haben. Bis ins 16. Jahrhundert unserer Zeitrechnung stand das Land abwechselnd unter hunnischer, uigurischer, kirgisischer und mongolischer Herrschaft (zu denen im frühen 13. Jh. auch Tschinggis-Chan gehörte). Nach zwei Jahrhunderten Unabhängigkeit wurde Tuwa 1757 von den Chinesen unterworfen und in das chinesische Kaiserreich eingegliedert.

Zwischen 1883 und 1885 revoltierten die Tuwiner gegen die chinesischen Machthaber und entwickelten erstmals wieder ein Nationalgefühl. 1914 wurde Tuwa auf eigenen Wunsch zum Protektorat des Russischen Reichs ernannt, nachdem schon Jahrhunderte zuvor erste russische Einwanderer hier gesiedelt hatten, insbesondere die russischen Altgläubigen. Nach der russischen Revolution kam es in Tuwa zu ethnischen Unruhen, bis die Rote Armee eine Volksrepublik proklamierte.

Aber erst 1944 ging das unabhängige Tannu-Tuwa als autonome Republik in die Sowjetunion ein und erklärte Nazi-Deutschland den Krieg. Bis in die 1990er Jahre hinein befand sich Tuwa noch im Kriegszustand mit den Deutschen - man hatte schlicht vergessen, dies zu annullieren. Es war Sewjan Weinshtein, der die tuwinische Regierung an dieses Versäumnis erinnerte.

Als Land im Schnittpunkt der Kulturen von Skythen, Hunnen, Mongolen, Chinesen, Russen und anderen birgt Tuwa zahlreiche und einzigartige kulturhistorische Schätze wie Monumente, Inschriften, Felszeichnungen, Bauwerke aus vergangenen Epochen (wie etwa einer großen uigurischen Festung im Tere-Chol-See, die ebenfalls von Sewjan Weinshtein entdeckt und freigelegt wurde und jetzt restauriert werden soll). Ferner eine große Anzahl von Königs- oder Fürstenkurganen mit überaus wertvollen Grabbeigaben. Das ZDF hat 2004 und 2006 mit zwei großartigen Dokumentationen von Gisela Graichen und Peter Prestel über die Ausgrabungen eines Teams des Deutschen Archäologischen Instituts unter Professor Hermann Parzinger berichtet. Einen unvergeßlichen persönlichen Eindruck hiervon kann man seit geraumer Zeit in der St. Petersburger Eremitage gewinnen - und ab Juli 2007 unter dem Namen "Im Zeichen des Goldenen Greifen - Die Königsgräber der Skythen" im Martin-Gropius-Bau zu Berlin.

Wissenschaftler wie Sewjan Weinshtein gibt es heute eigentlich nicht mehr: Fünfzig Jahre lang hat er das Volk der Tuwiner als Feldforscher ergründet, saß mit Schamanen in engen Jurten, grub nach archäologischen Schätzen und lauschte den Kehlkopfgesängen des Nomadenvolkes. Dabei durchquerte er das unwirtliche Land zu Pferde, auf Rentier- und Kamelrücken und zu Fuß. In seinem neuesten Buch "Geheimnisvolles Tuwa", beschreibt Weinshtein seine spannenden Erlebnisse in fast poetischer Sprache und erinnert sich bei aller historischen und ethnologischen Detailtreue auch an seine vielfältigen persönlichen Erlebnisse mit den Menschen in Tuwa - eigentlich eine Zusammenfassung seines Lebenswerks.

Ergänzt wird dieses Buch durch eine DVD mit Leonid Kruglows Film "Genähte Pfeile" (72min). Der Titel spielt auf jene Pfeile an, die die Schamanen zum Schutz vor bösen Geistern in ihre Kleidung nähen. Dieser Film dokumentiert die waghalsigen Expeditionen des Autors.

Noch heute arbeitet der inzwischen 80jährige als Ordentlicher Professor am Institut für Ethnologie und Anthropologie der Russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau. Bis jetzt hat Sewjan I. Weinstein mehr als 300 wissenschaftliche Arbeiten vorgelegt, darunter zahlreiche Monographien, die Weltruhm erlangten. Im Jahr 2000 wurde Weinshtein vom russischen Präsidenten mit dem Titel "Verdienter Wissenschaftler der Russischen Föderation ausgezeichnet. Damit respektierte Putin nicht zuletzt eine Anerkennung, die das Parlament in Tuwa dem Wissenschaftler bereits 1977 gezollt hatte: Es ernannte Weinshtein zum "Ehrenwissenschaftler der Republik Tuwa".

Hinweis für die Redaktionen: Sewjan Weinshtein spricht einigermaßen gut Deutsch. Er steht für Interviews zur Verfügung. Bitte, wenden Sie sich an den Verlag.

Nachrichtensplitter zur Jahreswende:

-- am 22.12. startete die Ski-Saison in der "Taiga-Station" (60 km von Kyzyl)

-- am 23.12. fand der diesjährige russische Schönheitswettbewerb in Tuwa statt

-- 10 tuwinische Kinder wurden zum Neujahrsempfang in den Kreml eingeladen

-- am 3. und 4.1.07 fanden die Neujahrs-Wettkämpfe im Bogenschießen statt

-- nach Aussage des letzten tuwinischen Großschamanen Mongush Kenin-Lopsan

leben heutzutage nur noch 30 "echte" Schamanen in Tuwa

-- die Durchschnitts-Temperaturen betragen am 11.1.07 zwischen -23 und -28°C

-- die tuwinische Online-Nachrichten-Agentur: www.tuvaonline.ru/eng/ (in englischer Sprache)



Fordern Sie ein Rezensions-Exemplar an:

"Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens"

Buch mit DVD -- ISBN 978-3-924324-11-7
Buch: 264 S. mit Landkarte und Felszeichnungen
DVD: Dokumentarfilm 72min und Fotos von Leonid Kruglow, Beispiele des berühmten Kehlkopfgesangs
Deutscher Ladenverkaufspreis 39,90 EUR


weiter
zurück zum Seitenanfang




Pressemitteilung "Schlechte Nachrichten aus Kanadas Wäldern: Die Holzindustrie praktiziert erneut massiven Kahlschlag"

Die Holzindustrie schlägt wieder bei den bis zu tausend Jahre alte Urwaldriesen an der Pazifikküste zu, trotz des von der Regierung von Britisch-Kolumbien und mehreren großen Naturschutzverbänden hochgelobten Geistes des "Jahrhundertvertrages" mit der Forstwirtschaft vom Februar 2006, der einem Großteil des "Regenwaldes des Großen Bären" mit seiner Vielfalt an bedrohten Tieren und Pflanzen ein dauerhaftes Überleben ermöglichen soll.

"Während die Absichten der Naturschutzverbände lobenswert waren, haben sie nichts zu tun mit einer wissenschaftlichen Betrachtung des Ziels, den Great Bear Rainforest mit seinem Regenwald der gemäßigten Breiten und die in ihm lebenden Tier- und Pflanzenarten zu retten. Die Trennung von Wissenschaft und Politik bei den geheimen Vertragsverhandlungen reflektiert die Ignoranz und Hybris, die den ökologisch abträglichen Verhandlungen innewohnten. Viele der politischen Leitlinien erscheinen wenig mehr widerzuspiegeln als improvisierte Experimente auf der Basis von Vertrauen. Aus wissenschaftlicher Sicht mangelt es dem Abkommen gründlich an einer Naturschutz-Strategie... für dieses letzte große Regenwaldgebiet der Erde." (Dr. Paul C. Paquet, Unversität Calgary, in der Tageszeitung "The Ottawa Citizen" vom 8.12.06)

Oststeinbek, 15.12.06 An Kanadas Westküste erstreckt sich zwischen dem nördlichen Ende von Vancouver Island und der Grenze zu Alaska eine Wildnis von der Größe Belgiens - 400 Kilometer bewaldeter Festlandfjorde und Inseln. Es ist das weltweit größte und einzige noch teilweise intakte Regenwaldgebiet der gemäßigten Breiten, durchzogen von einer heute unbekannten Anzahl von noch ursprünglichen Flußtälern mit 1000 Jahre alten Koniferen, die über 100 Meter hoch stehen. Unter dem Dach der Urwaldriesen lebt eine Vielfalt vom Aussterben bedrohter Tierarten wie der Grizzlybär und der weiße Kermode-Bär ("Spirit Bear"), der Wolf und der Puma, der Otter und der Vielfraß. Diese Artengemeinschaft ist abhängig vom Pazifischen Lachs, deren fünf hier lebende Arten durch Flüsse und Bäche hoch in die Berge wandern.

Wie Robert F. Kennedy jr. in seinem Vorwort zum immer noch brandaktuellen Alouette-Bild-Textband von Ian McAllister "Kanadas vergessene Küste - Im Regenwald des Großen Bären" schreibt: "...Diese Waldregion besitzt die seltenste aller Umweltqualitäten, nämlich entscheidende Biomasse. Der Great-Bear-Regenwald bietet der Menschheit die einmalige und die einzige Gelegenheit, einen wissenschaftlich ausreichend großen Teil davon unter Schutz zu stellen, um das Überleben seiner Bestandteile zu gewährleisten. Kanada hat es damit in der Hand, eine Naturattraktion erster Güte zu schaffen und zugleich ein großes Ökosystem zu bewahren, das als wirkungsvoller Biofilter gegen globale Klimaveränderungen von nicht zu unterschätzender Bedeutung ist...."

Aus dem Essay von Don Butler in "The Ottawa Citizen" vom 26.11.06 "Der Spirit Bear schlüpft aus dem Regenwald wie ein Gespenst. Der Kapitän unseres Segelbootes, Chris Tulloch, erspäht ihn als erster. ‚Der weiße Bär!', zischt er, Worte, die bei uns einen Adrenalin-Stoß verursachen. Wir wissen, daß wir großes Glück haben. Die Lachssaison war in diesem Herbst nur sehr mäßig, und keiner weiß so richtig warum. Ohne die üblichen Schwärme von laichenden Lachsen sind die legendären weißen Bären um so schwerer auszumachen. Unbeirrt von unserer Gegenwart schlendert der weiße Bär auf der Suche nach Lachsen gemächlich aber zielstrebig in unsere Richtung und dann im Abstand von wenigen Metern an uns vorbei durch den schnell fließenden Riordan-Bach. Er ist mit 200 kg Gewicht ein wahrer Kraftmeier. Sein milchfarbenes weiches Fell, zum Nacken hin die Farbe von hellem Bernstein annehmend, läßt ihn für uns aber keineswegs bedrohlich aussehen. Dies Exemplar ist ein ‚Teddy' von Bär, ungefähr so erschreckend wie ‚Winnie the Pooh'. ‚Oh mein Gott, oh mein Gott...', murmelt ein Teilnehmer unserer Reisegruppe. Diese Empfindung ist der Situation absolut angepaßt. Die Beobachtung dieses exquisiten Tieres mit seinem weißen Fell gegen den sonnendurchfluteten smaragdfarbenen Regenwald inspiriert geradezu eine Reverenz an das Spirituelle. Und genau dieses hat den Spirit Bear zu einem starken Symbol für die Umweltschützer in ihrem über ein Jahrzehnt währenden Kampf gemacht, diese bergige, oftmals nebelverhangene 400 Kilometer lange Pazifikküste unter Schutz zu stellen. Der ‚Regenwald des Großen Bären' beherbergt heute die meisten der weltweit auf etwa 400 geschätzten weißen Kermode-Bären, wie die Spirit Bears offiziell heißen. Benannt nach Francis Kermode, einem Zoologen, der diese Bärenart als erster erforscht hat, sind Kermode-Bären keine Albinos, sondern Schwarzbären deren beide Eltern ein Gen in sich tragen, welche das Fell weiß färbt. Die größten ‚Kolonien' befinden sich auf nur vier Inseln der mittleren Pazifikküste: Princess Royal, Pooley, Roderick und Gribbell Island, auf denen etwa 30 Prozent der Bären ein weißes Fell tragen. Heutzutage wollen scheinbar alle ein Stück des Spirit Bears haben: Im April 2006 hat die Provinz Britisch-Kolumbien diesen Bären als ‚Offizielles Säugetier' adoptiert. Und der Premier der Provinz, Gordon Campbell, möchte ihn glattweg zum Maskottchen derWinter- olympiade 2010 in und um Vancouver machen. Aber der Great Bear Rainforest besteht aus mehr als einem seltenen und entzückenden Spirit Bear. Seine 64.000 Quadratkilometer und die ihn umgebenden Gewässer beherbergen mehr als 250 bedrohte Arten von Landtieren, Pflanzen und Meereskreaturen. Kurzum, dieses große wunderbare Naturerbe ist eine Wildnis von unwiederbringlicher Vielfalt, ein Gebiet wie es heutzutage überall auf der Welt in rasendem Tempo vernichtet wird. Die Naturschützer kamen endlich Mitte der neunziger Jahre auf den Plan, nachdem ihnen der "Krieg in den Wäldern" mit einem schwer erkämpften Erfolg im Clayoquot Sound an der Westküste von Vancouver Island einen begrenzten Erfolg beschert hatte. Nun sollte auch das letzte große Wildnisgebiet Westkanadas gegen die weitgehende Abholzung, und damit die Ausrottung ganzer Spezies, geschützt werden. Es wurde jahrelang verhandelt, und im Februar 2006 kam man endlich zu einer Einigung zwischen Politik, der Forstwirtschaft, den einheimischen Indianerstämmen und drei großen Naturschutzverbänden, wobei die Wissenschaft zwar befragt wurde aber nicht am Verhandlungstisch Platz nehmen durfte. Das Resultat wurde von den Verhandlungspartnern als Triumph gefeiert: Als Kompromiß soll etwa ein Drittel des Great Bear Rainforest für den Holzeinschlag ‚off limits' sein. Für die restlichen zwei Drittel des Regenwaldes soll gelten, daß diese Flächen nur ökologisch nachhaltig abgeholzt werden dürfen, wobei die Umweltschützer überzeugt waren, daß damit auf diesen Flächen ökologische Schlüssel-gebiete unangetastet blieben. Eine nachhaltige Forstwirtschaft, und das ist einer der Haken an diesem Abkommen, braucht jedoch erst ab 2009 betrieben werden. Das GBR-Abkommen vom Februar wurde als historischer Durchbruch für den Naturschutz gewürdigt. Aber ist es wirklich ein Durchbruch? Die Naturschutz-Organisationen sind heute tief zerstritten.

Bekleidet mit Gummistiefeln und einem 5-Tage-Bart, sitzt Ian McAllister mit einem Glas Bier an der Theke in der Fisherman's Bar in Shearwater, fünf Minuten per Wassertaxi entfernt von der Ortschaft Bella Bella an der mittleren Pazifikküste, wo er lebt. Vor knapp einer Stunde ist er von einer dreiwöchigen Rundreise per Buschflugzeug durch alle Gebiete des Great Bear Rainforest zurückgekehrt, um die Aktivitäten der Holzkonzerne aus der Luft zu überprüfen. Er ist wütend und höchst alarmiert, denn was er auf seiner Reise entdeckte, hat ihm fast den Atem verschlagen. ‚Ich möchte zwar nicht wie ein Schwarzseher klingen, aber Schlimmeres habe ich in den letzten 16 Jahren nicht gesehen. Es werden Baumriesen in einem Tempo gefällt und per Helicopter an die Küste transportiert als gäbe es kein Morgen. Alles wofür wir gekämpft haben wird heute offensichtlich zunichte gemacht...' McAllister, Naturschützer, Autor und Fotograf, hat einen absolut untadeligen Ruf und ist todernst zu nehmen. Nicht nur war er es, der diesem Regenwaldgebiet seinen Namen gegeben hat, sondern er ist auch der einzige, der die gesamte Küste seit Anfang der 1990er Jahre kontinuierlich bereist hat, seit 10 Jahren dort lebt und damit eine intime Kenntnis aller Aspekte besitzt. Zusammen mit seiner Frau Karen hat er das einzige in die Tiefe gehende Buch über den Regenwald des Großen Bären verfaßt und fotografiert (*), welches die internationalen Kampagnen zum Schutz dieser Großregion ins Leben gerufen hatte. ‚Sie können sich die jetzige Zerstörungswelle überhaupt nicht vorstellen, es übertrifft alles was ich mir in meinen schlimmsten Träumen ausgemalt habe. Es ist so schlimm, daß wir nicht mehr wissen, was wir dagegen unternehmen können....' (Lesen Sie den kompletten Essay von Don Butler mit Fotos über die Webseite des "Ottawa Citizen")

Einige der Fotos, die Ian McAllister im Oktober 2006 geschossen hat, sind über den unten aufgeführten Link zur Raincoast Conservation Society abrufbar.

(*) "Kanadas vergessene Küste - Im Regenwald des Großen Bären"
ISBN 3-924324-08-5
Buch 144 S. mit 150 Fotos und Landkarten
€ 24,90

Der 30min-Film zum Buch als VHS (in englischer Sprache) € 9,95

presse@alouette-verlag.de

Links:
www.canada.com/ottawacitizen/
www.raincoast.org/frontline


weiter
zurück zum Seitenanfang




© Copyright Alouette Verlag 1999 - 2015
Design by Mocobo Digital Solution • www.mocobo.de
Während ihres ersten Sommers verhalten sich Wölfe fast so wie Hundewelpen; sie verbringen die meiste Zeit des Tages mit Spielen, Fressen und der Erforschung ihrer Umwelt.

Entnommen aus der Broschüre "Wölfe im Regewald des Großen Bären".

mehr dazu >>



Neu erschienen: Unsere Welt in Gefahr – Klimawandel und Zivilisation

von Stephen Henighan, Kanada, mit einem Vorwort von Mojib Latif, Kiel

mehr zu diesem Titel >>