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Geheimnisvolles Tuwa
Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens

Von Sew'jan I. Weinshtein
Hardcover, 264 S., Format 17 x 24,5cm, ISBN 978-3-924324-11-7


Mit DVD: Dokumentarfilm 72min, Fotoauswahl und Beispielen tuwinischer Musik-Folklore

Preis: € 24,90

Sonderpreis



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Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens

Buchbeschreibung:

Schon wieder ein Schamanen-Buch? Keineswegs. Dieses Werk ist mehr als bloß der neue Aufguß eines alten Themas. Es ist eine Offenbarung! Vorgestellt werden Leben, Denken und Fühlen eines uns nahezu unbekannten Volkes. Tuwa, allenfalls assoziiert mit dem ungewöhnlichen Kehlkopfgesang seiner Musiker, führt bis heute - auch innerhalb der deutschsprachigen Völkerkunde - ein unverdientes Schattendasein. Die reiche Kultur der Tuwiner, jahrzehntelang unterdrückt und sozialistisch nivelliert, konnte nie völlig ausgelöscht werden. Seit der Perestroika darf das kleine Volk sich wieder öffentlich seiner Wurzeln entsinnen und versucht nun zögernd, die alten, überwachsenen Pfade zu beschreiten. Ein Versuch, der sich als dornenreich erweisen wird.

Sew'jan Weinshtein steht in der Tradition der großen russischen Forschungsreisenden Semjonow, Prschewalski und Kozlow. Wie jene beweist er uns, daß sich wissenschaftliche Exaktheit und Anschaulichkeit durchaus nicht widersprechen müssen. Seine Feldforschungen unternimmt er mit Hirn und Herz, mit Leib und Seele. Er weiß, daß Erfahrung von er-fahren, daß Begreifen von be-greifen kommt, drum hetzt er nicht durch die Landschaft auf der vordergründigen Suche nach Spektakulärem. Weinshtein nimmt sich Zeit: fast fünfzig Jahre lang erforscht und dokumentiert er das Hirtenvolk und seinen Lebensraum. Seine archäologischen Grabungen zeitigen bemerkenswerte Erfolge; seine Geduld und sein Einfühlungsvermögen im Umgang mit den Besuchten bringen längst verloren geglaubte Geschichten, Mythen und Märchen ans Licht.

Der Buchtext enthält eine fesselnde Mischung aus Reisebeschreibung und Ethnographie. Die Sprache des Wissenschaftlers ist die eines Dichters. Sie klingt nach und besitzt gerade in den stillen Passagen eine Sinnlichkeit, der auch die Übersetzung nichts an Kraft rauben konnte. Der Verlag nutzt zudem die neuen Medien und ergänzt die Bildhaftigkeit des Wortes durch die Zugabe einer DVD mit unwiederbringlichen, teils historischen Aufnahmen der Expeditionen, mit Beispielen tuwinischer Kehlkopfgesänge und mit Fotos aus dem heutigen Tuwa.

Der Autor stößt nicht nur ins Herz Asiens vor sondern blickt überdies ins Herz seiner Menschen. Diese heute geradezu obsolet anmutende Haltung mag wohl bei Ethno-Statistikern auf Kritik stoßen. Zum wirklichen Verständnis eines fremden Volkes, zum Fügen aller Mosaiksteine zu einem lebendigen Gesamtbild ist sie freilich unerläßlich. Das Ganze ist eben doch mehr als nur die Summe seiner Teile.

Swen Alpers, Göttingen.




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Geheimnisvolles Tuwa - Expeditionen in das Herz Asiens

Pressestimmen:


Fast fünfzig Jahre hat der Ethnologe Sew'jan Weinshtein die Hirtensippen Tuwas erkundet, hat den Menschen zugehört, nach archäologischen Spuren gegraben und Tagebuch geführt - in einer Sprache von erlesener Schönheit. Weinshtein beschreibt die tuwinische Kultur so dicht, daß man meint, mit ihm in einer engen Jurte zu sitzen... Er beobachtet wie ein Forscher, und er schreibt wie ein Dichter...Man mag ihm vorwerfen, sich dem Gegenstand seiner Forschung zu gefühlvoll zu nähern. Doch ist kühle Sachlichkeit wirklich der beste Weg, ein so komplexes - und so menschliches - Phänomen wie eine andere Kultur zu erfassen? Weinshtein taucht ein. Und es ist ein Erlebnis, ihn auf seinen Reisen lesend zu begleiten.

(DeutschlandRadio Kultur)



Tuwa? Viele tausend Kilometer weit in Richtung der aufgehenden Sonne müßte ein Vogel ziehen, einen viertel Erdkreis nämlich, bis er den Kamm des Altai-Gebirges überwunden hätte. Dort, im Herzen Asiens liegt Tuwa, im Norden bogenförmig umspannt von bis zu 3000m hohen Gebirgsketten des Altai und Sajan, in Halbsteppe und Steppe übergehend im Süden, zur Mongolei hin. Autonome Republik der Russischen Föderation, immerhin größer als Griechenland und Belgien zusammen, ignoriert von Globen und Atlanten. Sibirische Taiga, Hochgebirgstundra, Sümpfe und halbwüstenartige Ausläufer der Gobi grenzen hier aneinander, Rentiere, Schneehühner, Bären, Wölfe und aus vereisten Flußufern heraustauende Mammutkadaver treffen auf Yaks, Trappen und Kamele. Der Autor widmet sein Leben seit mehr als 50 Jahren diesem Land und seinen Menschen. Viele sensationelle Entdeckungen haben er und seine Kollegen dort gemacht und vor allem die Freundschaft der Tuwiner gewonnen. Von seinen Erlebnissen, Beobachtungen und Erkenntnissen erzählt er. Die aufwühlendsten Begebenheiten, Höhepunkte und Augenöffner teilt er uns in diesem Buch mit, läßt uns in klarer, fast poetischer Sprache teilhaben am Land, seiner bunten Geschichte, dem Alltag seiner Bewohner, ihren spirituellen Werten und Welten zwischen Buddhismus und Schamanismus - und am Wirken seiner letzten Großschamanen. Wir erleben die herzliche Gastfreundschaft der Tuwiner, lernen ihre Traditionen und deren Bedeutungen kennen, ihre Kunst und Kultur, die Härte ihres Alltags und ihre Fähigkeiten, sie zu meistern. Wir begleiten den Autor auf lebensgefährlichen Touren durch ungebahnte Sumpf- und Gebirgswildnis, übernachten mit ihm in Zelten unterschiedlicher Tradition und Konstruktion, lauschen den Erzählungen der Gastgeber oder reiten auf Rentieren. Ein Land in einem uralten Schnittpunkt der Kulturen, seit Jahrtausenden besiedelt. Skythen, Hunnen, Chinesen, Mongolen, Russen und andere haben ihre Spuren hinterlassen, uralte Bauwerke, Inschriften, Felszeichnungen, Monumente und Alltagsgegenstände. Der Film auf der DVD vollzieht die Reise des Autors ins Gebirge nach, läßt uns die großartigen landschaftlichen Gegensätze miterleben und schildert mit historischem Filmmaterial seine Begegnung mit dem "Großen Schamanen“. Besonders bemerkenswert sind auch Beispiele des berühmten tuwinischen Kehlgesangs. Wer dieses Buch lesen möchte, sollte es mit Muße tun. Der Gewinn wird im Verständnis für eine völlig andersartige Welt liegen...

(Wolf-Magazin)



Trotz der Romane Galsan Tschinags und des seltsamen Kehlgesangs ist das Nomadenvolk der Tuwiner bei uns weitgehend unbekannt... Der Leser kann dem Autor in die Jurten der Jäger und Rentierzüchter folgen, die Sitten und Gebräuche der Nomaden kennenlernen, die Fürstengräber der Skythen besichtigen und die letzten Großschamanen treffen. Streckenweise liest sich das Buch wie ein Roman - ein hervorragendes völkerkundliches Werk zur Bereicherung der Bibliotheken. (ekz-Informationsdienst)

(ekz-Informationsdienst)



Geheimnisvolles Schamanenland

Fern von uns, im südsibirischen Tuwa, wohnt das Mädchen Tshoigana (Zweiglein). Seine Großmutter Deshit Doshu hat dem Kind zur Wanderung mit Rentierhirten geraten, "um die Sprache der Natur verstehen zu lernen". Tshoiganas Geschichte, Detail des Films ‚Genähte Pfeile' von Leonid Kruglow, liegt als DVD einem sehr schönen Buch bei: ‚Geheimnisvolles Tuwa' dokumentiert das lange Forscherleben von Sew'jan Weinshtein.

Die geografische Mitte Asiens bannt den Moskauer Ethnologen, Anthropologen, Historiker und Archäologen seit gut fünf Jahrzehnten - jene Republik zwischen Taiga und Hochgebirge, deren Menschen buddhistisch-schamanistisch ausgerichtet sind und daran glauben, dass alle Schöpfung bis hin zu Berg oder Baum beseelt ist. Der Schamanismus hat hier tiefe Wurzeln. Er ließ selbst einen exakten Wissenschaftler wie Weinshtein nicht kalt, dessen Erlebnisse mit Nomaden - speziell im unwegsamsten Sektor Tuwas, dem wilden Todsha - zum Kern seiner Arbeit zählen.

Durch das farbig und äußerst spannend geschriebene Werk weht ein seltsamer Zauber. Schon 1951 kam Sew'jan Weinshtein nach Uriantschai (mongolische Nachbarn nannten die Tuwinen früher ‚Uriantscha' = Waldvolk) und forschte dort. Er saß vor Lagerfeuern, lauschte uraltem Kehlgesang, zeichnete fast vergessene Mythen auf, legte Relikte frei und fand schließlich sogar einen Magier, den kein Nihilismus der Sowjetzeit hatte zerbrechen können. Schontschurs letzte SĂ©ance wurde Weinshtein gewidmet: ein Vermächtnis seltener Art.

Fremd und faszinierend zugleich wirken solche wie viele andere Facetten aus Weinshteins Publikation. Alles in allem rührt sie an etwas, das Europa wohl weitgehend fehlt: die Fähigkeit, Elementares zu erkennen. So könnte man auch die reiche Welt einer nur materiell armen Tshoigana finden. Der jetzt 79-jährige Sew'jan Weinshtein wurde übrigens 2000 mit dem Titel ‚Honourable Scientist of Russia' geehrt, was einer Rehabilitierung gleicht. Denn einst war er wegen seiner Nähe zu ethnischen Minderheiten offiziell abgelehnt worden.

(Kölner Stadtanzeiger)


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Das Schaufelrad der Delta Queen wühlt gewaltige Wassermassen auf.

Entnommen aus dem Buch "Der Mississippi".

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von Stephen Henighan, Kanada, mit einem Vorwort von Mojib Latif, Kiel

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